Al-Mayadeen Interview mit Internationaler Koordinator von Samidoun am 13.12.2020

Al-Mayadeen Interview mit Internationaler Koordinator von Samidoun am 13.12.2020

Übersetzung von Aimen Remida / Samidoun Deutschland

Al-Mayadeen Interview mit Charlotte Kates am 13.12.2020

– Wir hatten vor kurzem den internationalen Tag für die Solidarität mit dem Palästinensischen Volkes [29.11.] während dieser außergewöhnlichen Zeiten dieses Jahr. Wie haben Sie an dem Tag in Samidoun Ihre Unterstützung für und Solidarität mit Palästina zum Ausdruck gebracht und welche Aktivitäten haben Sie organisiert?

– Der internationale Tag für die Solidarität mit dem Palästinensischen Volkes wurde von den Vereinigten Nationen ins Leben gerufen aber er ist auch ein Bestandteil des schändlichen Gedächtnisses (und Geschichte) der internationalen Gemeinschaft, denn dieser Tag gedenkt des Teilungsplans Palästinas [29.11.1947], was als die fundamentale Ungerechtigkeit gegenüber dem Palästinensischen Volk gilt. Jedes Jahr inspiriert dieser Tag die Palästinenser und ihre Unterstützer in der ganzen Welt, um Aktionen, Mobilisierung, Demonstrationen, Proteste zu organisieren, insbesondere in diesem kritischen Moment, wo die Palästinensische Frage mit dem Gefahr der Liquidierung konfrontiert wird. Samidoun war dabei Teil einer koordinierten globalen Kampagne für die Rückkehr namens All for Palestine, welche mit Online-Bemühungen – im Hinblick auf die Corona-Pandemie – versucht hat, soviel Menschen wie möglich zu ermutigen, ihre Unterstützung für Palästina zu manifestieren. Dazu wurden Demonstrationen in Kanada, USA, Frankreich, Spanien und vielen anderen Orten organisiert, wobei die Leute auf die Straßen gingen und einzigartige Mitteln gefunden haben, um zusammen zu sein, an der Seite des Palästinensischen Volkes zu stehen und für die Befreiung der Palästinensischen politischen Gefangenen zu kämpfen.

– Wir wissen alle, dass Samidoun – das Netzwerk für die Solidarität mit den Palästinensischen Gefangenen – ein Netzwerk für die Realisierung der Rechte der Palästinensischen politischen Gefangenen und für die Bildung der Bewegung ist, die sie befreien wird. Das ist ein komplexes Dossier, vor allem im Hinblick auf die lächerlicherweise immer wieder steigende Anzahl der Inhaftierten durch die sogenannte „Administrativhaft“ in den zionistischen Gefängnissen. Wie würden Sie ihre Arbeit zur Befreiung der Gefangenen hervorheben, vor allem wenn man bedenkt, dass es darunter Frauen, Studenten usw. gibt?

– Obwohl wir eine globalen Pandemie erleben, welche dazu führt, dass die Gefangenen als die erste Risikogruppe zu betrachten sind und dass sie – anderes als im Fall der Seniorenpflege in Altenheimen – gar keine Hilfe bekommen. Was wir beobachten ist, dass die Zionisten sich um die Gefangenen überhaupt nicht kümmern und dass sie – im Gegenteil – die Verhaftungen und Foltermethoden intensivieren und Missbrauch und Unterdrückung gegen die Palästinenser und die gesamte Befreiungsbewegung weitertreiben. Medizinische Fahrlässigkeit ist ja eine routinemäßige Praxis in den zionistischen Gefängnissen. Wir haben zusammen mit verschiedenen Organisationen viele Kampagnen koordiniert, um ein paar spezifische Fälle hervorzuheben. Dies betrifft Palästinensische Gemeinschaftsführer, Organisatoren und Freiheitskämpfer, die wegen ihre militanten Positionen verhaftet wurden. Ein Beispiel davon ist Khitam Saafin, die Präsidentin der Union der Komitees der Palästinensischen Frauen, die in ihrer Wohnung festgenommen wurde und mit der „Administrativhaft“ ohne Anklage und ohne Gerichtsverhandlung ins Gefängnis musste, mit dem sogenannten „geheimen Beweis“ als Begründung: eine Ausrede, welche die unbefristete Verlängerung der Inhaftierung ermöglicht. Die Palästinenser verbringen lange Jahre in der sogenannten „Administrativhaft“, und da Khitam Saafin eine international bekannte Feministin und Führerin der Frauenbewegung ist, haben sich sehr viele Menschen, Gruppen, politische Parteien der immer noch wachsenden
globalen Kampagne zu ihrer Befreiung angeschlossen. Millionen von Menschen haben auf die Twitter-Kampagne zur Befreiung von Khitam Saafin reagiert und daran teilgenommen. Darüber hinaus ist die Palästinensische Studentenbewegung mit einer starken Repression konfrontiert und der Progressistische Demokratische Studentenpol an der Universität Birzeit wurde „offiziell“ vom zionistischen Kolonialismus als verbotene „terroristische“ Organisation eingestuft.

– Heute gibt es im Westen eine aggressive Welle der zunehmenden Repression gegen den Palästinensischen Aktivismus, insbesondere im Rahmen der Hegemonie der rechtsextremistischen Doktrinen in den europäischen Nationen. Ich denke, dass Sie zusammen mit Ihrem Ehemann Khaled Barakat in Berlin lebten, bis ein politischer Bann gegen ihn proklamiert wurde und die deutschen Behörden die Verlängerung Eurer Aufenthaltstitel abgelehnt haben. Welche sind die Hindernisse gegenüber der Entwicklung der Bewegung? Wie drakonisch sind die heutigen Herausforderungen? Und glauben Sie, dass all dies den Kampf für die Rechte des Palästinensischen Volkes in unterschiedlichen Formen beeinträchtigen könnte?

– Was wir in den letzten Jahren gesehen haben ist auch eine zunehmende Unterstützung und Anerkennung für den Kampf des Palästinensischen Volkes. Immer mehr Menschen in der Welt wollen die zionistische Entität boykottieren, immer mehr Menschen befürworten das Boykott, das Desinvestieren und das Sanktionieren, und zwar auf allen wirtschaftlichen, kulturellen, politischen, diplomatischen und militärischen Ebenen. Was wir gesehen haben ist, dass der zionistische „Staat“ und seine imperialistischen Verbündete und Unterstützer in den USA, Kanada, EU, UK und woanders, sind sehr besorgt wegen der Tatsache, dass immer mehr Arbeiter- und Studentengewerkschaften, Kirchen, populäre Organisationen sich involvieren in der Unterstützung des Palästinensischen Volkes. Es ist wahr, dass wir Anti-BDS-Regelungen in den USA und den politische Bann gegen Khaled Barakat und die Verweigerung der Verlängerung seines Aufenthalts in Deutschland gesehen haben, sowie mehrere andere Angriffe. Es gibt auch die Antisemitismus-Definition, die versucht, den Aktivismus für Palästina zu stigmatisieren, aber in Wirklichkeit gibt es eine enge Allianz zwischen den zionistischen „Staat“ und der zionistischen Bewegung und der rechtsextremistischen und faschistischen Bewegungen in Europa, den USA und rund um die Welt. Alle diese Kräfte bedrohen jeden, der für Fortschritt, Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit steht, und in erster Linie das Palästinensische Volk und die Bewegung der Solidarität mit Palästina. Dennoch wissen wir, dass, die Palästinenser niemals umgeleitet wurden – trotz dieser Angriffe und Einschüchterungsversuche – und zwar seit 72 Jahren Besatzung, Enteignung, Siedlungskolonialismus, Apartheid, rassistischer Diskriminierung… Die Solidaritätsbewegung wird auch nicht umgeleitet durch solche Repressionen; und – tatsächlich – wächst die Unterstützung für das Palästinensische Volk kontinuierlich und keine Repression oder Verfolgung kann die Bewegung oder den Marsch des Palästinensischen Volkes für Freiheit, Rückkehr und Befreiung stoppen.

– Wie zentral ist heute Palästina in der Bewegung gegen Imperialismus in Europa, den USA und Kanada? Und spielen die Palästinenser eine integrale Rolle in dieser Bewegung?

– Ja, Palästinensische Aktivisten und Organisatoren in ihren Campus, Gemeinschaften und Städten organisieren Demonstrationen, mobilisieren für Gerechtigkeit und arbeiten zusammen mit Grassroots-Bewegungen verschiedener Hintergründe und Nationalitäten, um eine kollektive Bewegung gegen Imperialismus aufzubauen. Palästina ist an der Frontlinie des globalen Kampfes gegen Imperialismus, Zionismus, Rassismus und Kolonialismus, sowie gegen Repression und Ausbeutung in allen ihren Formen. Die Palästinensischen Gefangenen in den zionistischen Gefängnissen repräsentieren genau das: sie sind täglich an der Frontlinie. Und in Europa, den USA und Kanada, es sind Palästinensische Gemeinschaften zusammen mit der Black Liberation Bewegung und weiteren Bewegungen für Gerechtigkeit, die sich an der Frontlinie befinden und dem Rassismus und dem Faschismus und allen Unterdrückungsformen gegenübertreten. Wir sehen ein starkes Mobilisieren und wir beobachten wie neu entstehende Bewegungen, wie der Alternative Weg (bzw. Pfad) für Palästina oder die Palästinensische Jungendbewegung zusammenarbeiten, um die Palästinensischen Gemeinschaften im Exil zu vereinigen, ihre Rechte zu fordern und den Kampf für die Befreiung zu konsolidieren.

– Die Konsolidierung aller Bemühungen gegen die imperialistischen und zionistischen Versuche, die Palästinensische Frage im Rahmen des sogenannten „Deal des Jahrhunderts“ zu liquidieren, wird heute mehr als je zuvor benötigt, vor allem im Hinblick auf die schnell gemachten Schritte von manchen arabischen Regimen, um die Beziehungen zur zionistischen Entität zu normalisieren. Was denken Sie darüber?

– Ja, Einheit ist ein kritisch wichtiger Faktor im Kampf gegen Normalisierung und gegen die militärische imperialistische und zionistische Tötungsmachine. Die Beziehungen zwischen den reaktionären arabischen Regime einerseits und Imperialismus und Zionismus andererseits existieren leider seit langem. Aber wir wissen, dass sie auf keinen Fall die arabischen Völker repräsentieren, die immer noch standhaft bei der zentralen Position geblieben sind, dass der Palästinensische Kampf ein Teil des gesamten arabischen Befreiungskampfes ist. All das spricht nur für die Notwendigkeit unserer Pflicht – wir die bei den imperialistischen Mächten leben – die Organisationsarbeit eskalieren zu lassen, den Kampf weiter fortzusetzen, die zionistische Entität zu boykottieren, der Normalisierung bekämpfend gegenüberzutreten mit jedem Schritt in Richtung Boykott, Desinvestieren und Sanktionieren in allen kulturellen, akademischen, sozialen, politischen, ökonomischen und militärischen Bereichen, sowie die internationale Isolation des zionistischen Regimes aufzubauen, als eine illegitime Entität, welche Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit begangen hat.

– Einige kritische Stimmen sagen, dass das Wort Solidarität zutiefst demontiert und aufgelöst wurde und dass es seine richtige Bedeutung verloren hat, namentlich diejenige, die den bewaffneten Kampf und die Konfrontation beinhaltet und nicht nur eine Art einfache Sympathie mit den Menschen. Diese Solidarität ist zu einer Art Delegationen von Fremden geworden, welche sich an einem bestimmten Tag jedes Jahr versammeln, sie gehen in ihre in Luxushotels gebuchten Zimmer, nachdem der Event zu Ende kommt. Es ist ein Ritual geworden, was kein Problem und nicht mal ein Kopfschmerzen für die Unterdrücker oder ihre imperialistischen Unterstützer verursacht. Wurde auch der internationale Tag der Solidarität mit dem Palästinensischen Volk durch die UNO et al. zu einem Karneval mit bloßen Slogans transformiert?

– Ich denke, dass wir hier mit unterschiedlichen Formen der Solidarität zu tun haben sowie mit der Frage nach denjenigen, die sie zum Ausdruck bringen. Es gibt gigantische Aktionen, z.B. was im Vereinigten Königreich die Gruppe Palestine Action durchgeführt hat: sie geht und besetzt Fabriken der Rüstungsindustrie, sprüht sie mit Farben und stoppt die Produktion und das ist eine sehr direkte herausfordernde Aktion gegen die zionistische aggressive Militarisierung. Und was man sieht bei der UNO, bei den NGOs und Regierungen ist natürlich nichts anders als der Versuch, das hässliche Gesicht des Kolonialismus schöner zu machen, durch das Gerede über die zwei-Staaten-Lösung, um wirklich den laufenden Kampf des Palästinensischen Volkes zu minimalisieren. Hier können wir sehen, dass wir mit den Palästinensischen Gefangenen und ihren Kampf für Freiheit auch deswegen stehen, weil diese Solidarität genau die Unterstützung des Palästinensischen Widerstandes bedeutet und wir machen gar keine Kompromisse in Bezug auf dieses Recht des Palästinensischen Volkes, das in der internationalen Gesetzgebung verankert ist. Die Palästinenser haben das Recht gegen die Besatzung Widerstand zu leisten, und zwar mit allen Mitteln und wenn wir das Prinzip der Anwendung des bewaffneten Kampfes als Widerstandsmittel nicht befürworten, dann können wir nicht sagen, dass wir mit Palästina solidarisch sind. Diejenigen, die sich im bewaffneten Kampf engagiert haben brauchen am meisten unsere Solidarität, denn sie stellen die echte Führung des Palästinensischen Volkes dar und gelten aus diesen Gründen als die Zielscheiben der zionistischen Aggressionen.

– Können Sie mehr berichten über die Horrorsituation der Palästinensischen Gefangenen, insbesondere die aktuellen Inhaftierungsumstände in diesen kritischen Zeiten des unsichtbaren Monsters Covid-19? Und warum ist es unglaublich wichtig, die sofortige Freilassung aller Palästinensischen Gefangenen zu fordern, vor allem die Senioren, die Kinder, die kranken Männer und Frauen und diejenigen, die unter der „Administrativhaft“ leiden, ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren?

– Die Palästinensischen Gefangenen erleben eine extrem gefährliche Situation in den zionistischen Gefängnissen. Was wir sehen, ist die Verweigerung – im Namen von Schutzmaßnahmen gegen Covid-19

– des Besuchs von Anwälten und Familienmitgliedern, sowie eine verstärkte Isolierung. Was wir nicht sehen, ist dagegen der Schutz gegen die zionistischen Wächter und die Unterdrückungseinheiten, die die Zellen stürmen, verwüsten und die Sachen der Gefangenen zerstören. Dadurch steigt das Infektionsrisiko und das ist besonders besorgniserregend. Denn die Gefangenen leiden schon immer unter der medizinischen Fahrlässigkeit und der Folter und aus diesem Grund haben 220 Palästinensische Gefangene ihre Leben in den zionistischen Gefängnissen verloren. Es gibt 700 kranke Gefangene, 200 davon leiden unter chronische Krankheiten. Es gibt auch kranke Kinder, wie beim Fall von einem 16-jährigen kranken Kind, das im Rahmen der „Administrativhaft“ verhaftet wurde und obwohl er Behandlungen alle vier Stunden braucht und trotz der Entscheidung eines Gerichts für seine Freilassung – was in der Regel nie geschieht – muss es hinter Gittern bleiben. Das ist ein Beispiel der systematischen Ungerechtigkeit gegen die Palästinenser und des enormen Risikos, das ihre Leben bedroht.

– Konfrontiert mit dem unmittelbar bevorstehenden Tod, hat Maher Al-Akhras abgelehnt zu essen für 103 Tage, aus Protest gegen die wiederholte Inhaftierung und die „Administrativhaft“, ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren. Mit der Betonung der Grausamkeit dieser Art der Inhaftierung hat er mehr als 350 Palästinensischen Gefangenen eine Stimme gegeben – darunter zwei Minderjährigen – welche sich im Moment im Rahmen der „Administrativhaft“ in den zionistischen Gefängnissen befinden. Maher Al-Akhras hat sein eigenes Leben zu einer Waffe gemacht, wobei die Zerstörung des eigenen Lebens zu einer Form des politischen Widerstandes wird. Können Sie uns erklären, wie die tiefe Verpflichtung zur sozialen Gerechtigkeit fast alle Gefangenen motiviert hat?

– Absolut. Der Hungerstreik ist eine internationale Waffe der Gefangenen, die sonst keine mehr besitzen und oft nicht mal die physische Kraft anwenden können. Sie kompensieren das durch ihre Solidarität, ihre Verpflichtung zur Befreiung, ihren Willen zur Opferung des eigenen Lebens. Wir haben das in Irland und in der Türkei gesehen und natürlich während langer Jahrzehnten in Palästina. Maher Al-Akhras ist ein gutes Beispiel für diese Form des Widerstandes, er ist repräsentativ für diejenigen, die bereit sind, auf alles zu verzichten, um ihre Träume zu verwirklichen und ihre Ziele der Freiheit zu erreichen. Das ist der Grund, warum die ganze Welt die Freiheit von Maher Al-Akhras gefeiert hat, als er am 26 November zum ersten Mal wieder was gegessen hat. Denn diese war die Freiheit gegen die Folterung, die Freiheit gegen die „Administrativhaft“ und die Isolation. Sein Kampf, sein Opfern und seine Standhaftigkeit sind genau was wir von 4500 Palästinensischen Gefangenen wollen, nicht nur für ihre einzelne Befreiung, sondern für die Befreiung ihres Volkes.

– Nun was ist mit dem Kämpfer Georges Ibrahim Abdallah, der libanesische Gefangene, der seit mehr als 36 Jahren in einem französischen Gefängnis sitzt, trotz der langen Jahren und der Tausenden von Marschen und Solidaritätsbemühungen, die für seine Freilassung organisiert wurden? Er ist auch ein Führer hinter Gittern und er gilt als Teil der Palästinensischen Gefangenenbewegung und Samidoun hatte im Oktober 2017 in einem Aufruf die Internationalisierung seines Falls verlangt. Warum ausgerechnet Georges Abdallah? Und waren diese Bemühungen erfolgreich?

– Die Inhaftierung von Georges Abdallah dauert seit mehr als 36 Jahren immer noch an. In vielen Hinsichten ist er eine echte Repräsentation der Palästinensischen Gefangenenbewegung und des arabischen Befreiungskampfes, und wir wissen sicherlich alle, was für Verbrechen der französische Kolonialismus gegen die arabischen Völker begangen hat. Der Kampf von Georges Ibrahim Abdallah war ein Teil des libanesischen, Palästinensischen und des internationalistischen Widerstandes gegen Zionismus und Imperialismus. Deswegen zeigt die Intervention der USA, die wir gesehen haben, dass auch die französischen Gerichte nicht frei sind, um Georges Abdallah freizulassen. Nur der Kampf kann das verwirklichen und dieser Kampf wächst kontinuierlich, trotz der Bedrohung der Pandemie und Covis-19 haben wir dieses Jahr vor dem Gefängnis von Lannemezan die größte Demonstration seit 10 Jahren gesehen. Er nimmt aus seiner Zelle weiter am Kampf teil, auch am Hungersstreik der Palästinensischen Gefangenen, er schreibt, liest und organisiert weiter und das Palästinensische und libanesische Volk verdient seine Freilassung und seine Rückkehr zu seinem Zuhause.

– Hoffentlich, hoffentlich, inchaallah. Vielen Dank Charlotte, die internationale Koordinatorin von Samidoun – Netzwerk für die Solidarität mit den Palästinensischen Gefangenen, für Ihre intuitiven Einblicke und alle Ihre kräftigen Solidaritätsbemühungen. All for Palestine! Es lebe das Palästinensische Volk.

– Vielen Dank. Free Palestine From the River to the Sea.