Samidoun nimmt an der Rosa-Luxemburg/Karl-Liebknecht-Gedenkdemonstration in Berlin teil

Am 9. Januar 2022 nahm das Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network an der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in Berlin teil (auch bekannt als Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demo). Die jährliche Demonstration bringt revolutionäre Linke aus ganz Deutschland und Teilen Europas zusammen, um der Ermordung der kommunistischen Revolutionsführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 103 Jahren zu gedenken.

Photo: Redmediakollektiv

Samidoun marschierte in einem Block bestehend aus Dutzenden von Teilnehmern mit Genossen:innen von Freiheitsnetzwerks für politische Gefangene und Grup Yorum und forderte Solidarität und Befreiung für alle revolutionären Gefangenen auf der ganzen Welt und zeigte Solidarität mit Grup Yorum, die wegen ihrer revolutionären Musik verfolgt und unterdrückt wird. Der Block stellte sich außerdem an die Seite des palästinensischen Volkes im Kampf gegen Zionismus, Imperialismus und reaktionäre Kräfte.

Rund 2.400 Menschen aus verschiedenen politischen Organisationen nahmen an dem Marsch teil, der zum Friedhof führt, auf dem Luxemburg und Liebknecht begraben sind, und haben rote Blumen auf ihre Gräber gelegt. Die alljährliche Veranstaltung ist sehr international ausgerichtet, mit einer breiten Beteiligung von deutschen, europäischen, türkischen, kurdischen und anderen internationalistischen kommunistischen Organisationen und Parteien.

Das Samidoun-Kontingent hat palästinensische Fahnen getragen, Samidoun-Transparente und ein großes Banner mit der Aufschrift „Boykottiert Israel: Freies Palästina vom Fluss bis zum Meer“. Außerdem haben sie die Anwesenden eingeladen, an einer kommenden Filmvorführung „Fedayin: der Kampf von Georges Abdallah“ teilzunehmen, dem Film über das Leben und den Kampf des libanesisch-arabischen Kommunisten Georges Abdallah, der seit über 37 Jahren in Frankreich inhaftiert ist.

Es folgt unsere Stellungnahme zur Demonstration:

Wir stehen heute zu Ehren der Arbeiter, die in all den Jahren gekämpft haben, die in ihrer Zeit die Fahnen der Revolution trugen, und zu Ehren derer, die in den Gefängnissen und miserablen Zellen gelitten und gekämpft haben, zu Ehren der Märtyrer für die Sache der Gerechtigkeit überall. Wir überbringen die Botschaft von über 5.000 palästinensischen Gefangenen, die den Preis für das Ende des Kolonialismus zahlen. Unsere Gefangenen, die auf dem Boden der Zellen schlafen und ihre Decken zu einem Himmel der Freiheit machen. Von Palästina und aus den harten Flüchtlingslagern bis hierher nach Deutschland tragen wir unseren Traum von Revolution und Befreiung weiter.

Wir stehen an der Seite derjenigen, die für die Freiheit gegen reaktionäre Kräfte, Imperialismus, Zionismus und Kolonialismus kämpfen. Wir richten unsere Botschaft an sie und an die ganze Welt, dass unser gemeinsamer Kampf gegen den Imperialismus das Rezept für den unvermeidlichen Sieg ist; unsere vereinte revolutionäre Sache ist der Weg zur Befreiung und Rückkehr.

Photo: Redmediakollektiv

Unsere Hoffnung auf eine befreite Welt und einen klaren Himmel der Freiheit versetzt uns heute in die Lage, gemeinsam zu kämpfen. Der Imperialismus greift die Menschen auf der ganzen Welt an und der Zionismus konfisziert unser Leben in dem Versuch, die Hoffnung auf eine Revolution in uns zu töten. Hundert Jahre sind vergangen, und das palästinensische Volk kämpft immer noch und ist bereit, für die Freiheit zu opfern. Wir glauben an die Unvermeidlichkeit des Sieges und der Rückkehr nach Palästina vom Fluss bis zum Meer, und es kann keinen gerechten Frieden in der Welt geben ohne unseren Sieg, unsere Rückkehr und die Niederlage des Kolonialismus.

Es gibt keine Freiheit ohne eine vereinte Konfrontation überall gegen die Kräfte der Reaktion, des Imperialismus und des Kolonialismus. Die Freiheit der Völker ist unser aller Pflicht, und wenn wir uns heute nicht zusammenschließen, wird der Weg unserer Revolution noch viel länger sein.

Freiheit für Palästina! Freiheit für alle revolutionären Gefangenen!