Unser Wegweiser zur Heimat: Bassel Al-Araj

باسل الأعرج ... الشهيد والنموذج

Von der Geburt bis zum Martyrium

Bassel Al-Araj wurde am 27. Januar 1984 in dem Dorf Al-Walaja geboren, mit Blick auf die palästinensische Küste, wo die Erde auf den Himmel trifft mit einem „Meer, das zu groß ist, um belagert zu werden“, wie er einmal bei einer wütenden Demonstration gegen die Blockade von Gaza rief.

Bassel wuchs mit Neugier und ständigem Lernen und Lesen auf. Obwohl er seinen Abschluss als Apotheker machte, praktizierte er nur ein Jahr lang. Danach widmete er sich dem Studium der palästinensischen Geschichte, insbesondere der Geschichte des Widerstands, indem er die detaillierten Erfahrungen der Revolutionäre recherchierte und veröffentlichte.

Bassel’s Suche lässt sich auf die Frage des Widerstands verdichten. Fasziniert von den Momenten der der entscheidenden Entschlossenheit des Kämpfers, dauerte seine Suche zwanzig Jahre lang, in denen er einen kontinuierlichen Kampf in all seinen Formen führte. Von Demonstrationen, Gemeindearbeit und Bildung bis hin zur Konfrontation mit Verhaftung und Folter durch Hungerstreiks und schließlich zur Verfolgung, dem bewaffneten Kampf und dem Aufstieg zum Martyrium.

Touren durch die Geschichte des Widerstands

Bassel organisierte berühmte Exkursionen im besetzten Palästina unter dem Titel „Touren in der Geschichte des Widerstands“, die den Kurs „Geschichte des Widerstands in Palästina“ begleiteten, den er freiwillig an der „Volksuniversität“ – Suleiman Al-Halabi Circle – präsentierte

Bassel sprach bei diesen Führungen mit Gewissheit und historischem Kontext über zionistische Siedlungen und ihre Beziehung zum palästinensischen Widerstand, wobei er das Beispiel des Dreiecks von Jenin, des „Dreiecks des Feuers“, wie er es nannte, anführte, das bis heute frei von Siedlungen ist. Mit einer überzeugenden Analyse führt er diesen Sieg auf den kontinuierlichen Widerstand zurück, den das „Dreieck des Feuers“ geleistet hat.

Widerstand ist ein ständiges Bestreben

Auf seinem Weg des Kampfes wurde Bassel mit dem Unvorstellbaren konfrontiert, sowohl tot als auch lebendig; er wurde brutal durch die Ungnade gefallene Palästinensische Autonomiebehörde verhaftet, die ihn nicht nur folterte und vor dem Feind bloßstellte, sondern auch seine Familie und Freunde angriff und diffamierte. Diese Geschichte des Verrats und der Obszönität durch die PA wurde mit der Schaffung eines historischen Präzedenzfalls abgeschlossen, indem ein Märtyrer wegen seines Märtyrertums vor Gericht gestellt wurde.

„Widerstand ist ein ständiges Bestreben. Jeden Preis, den ihr im Widerstand zahlt, werdet ihr später ernten, auch wenn ihr das Ergebnis nicht zu euren Lebzeiten seht“, wandte sich Bassel an unser Volk. Er schloss sein Testament mit den Worten: „Ihr selbst solltet suchen“. Dieser imperative Satz bezieht sich nicht auf ein mehrdeutiges Ideal, sondern regt zum Engagement und zum Weitermachen an.

Bassel beendete seinen Kampf, als er am 06.03.2017 mit den Kräften des Feindes zusammenstieß. Sein Körper mit 22 Kugeln und Schrapnellen übersät, wurde er in einem Grab beigesetzt, das er zuvor arrangiert hatte, auf einem Hügel mit Blick auf denselben Ort wie der erste, wo die Erde auf den Himmel trifft, mit einem Meer, das zu groß ist, um belagert zu werden.

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