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Im Rahmen des „Internationalist Studierenden Forum“ freut sich Studis gegen rechte Hetze und Samidoun Deutschland Euch alle zur nächsten Online-Veranstaltung mit dem Titel „Military Education in Egypt“ einzuladen.

Hier möchten wir von unserem Genossen und Referenten, ElSayed, über den Zusammenhang des ägyptischen Militärs mit dem Staatsapparat und insbesondere mit dem Bildungssystem im breiteren Kontext der internationalen Militarisierung erfahren. Ägypten ist eines der größten Empfänger von deutschen Waffenexporten, deswegen ist es umso wichtiger, dass eine Auseinandersetzung mit diesem Thema stattfindet.

**Wann:
Datum: 7. Januar 2021
Uhrzeit: 18 Uhr (Berlin Zeit) (19 Uhr Kairo und Jerusalem Zeit)
Bitte klicken Sie auf den folgenden Link, um sich zu registrieren: https://bit.ly/2LR1yxS
Facebook: https://www.facebook.com/events/930532500811999/
Die Veranstaltung wird auf Englisch sein (Arabisch-Übersetzung wird vorhanden sein). In der Diskussion können jedoch Fragen auf Englisch, Deutsch oder Arabisch gestellt werden.

**Über den Referenten:
ElSayed ist derzeit Doktorand an der Universität von Manchester, Abteilung für Sozialanthropologie. Seinen MA bekam er in Anthropologie an der Central European University. Seine Forschungsinteressen umfassen Exilpolitik, Vertreibung und Enteignung sowie staatliche Konfigurationen.
Er wird sich in seinem Vortrag auf den militärischen Ausbildungskurs an ägyptischen Universitäten konzentrieren.

Der militärische Ausbildungskurs (al-tarbya al-askarya) ist ein zweiwöchiges Pflichtfach für männliche Universitätsstudenten in Ägypten, in dem die Studenten etwas über das Militär und seine Kultur und Aktivitäten lernen und grundlegende militärische Übungen durchführen. In diesem Vortrag wird ElSayed seine Erfahrungen während des Kurses an der Universität in Kairo vorstellen. Auf diese Weise untersucht er die Funktionsweise der militarisierten Politik nach 2011 aus einer Perspektive von unten (from below).

**Über das Internationalistische Studierenden Forum:
Das Internationalistische Studierenden Forum möchte Studierendenstimmen zusammenbringen, die den globalen Kapitalismus, (Neo-) Kolonialismus, Imperialismus und hegemoniale rassistische Strukturen in Frage stellen, um einen Gegendiskurs von Studierendenstimmen von unten aufzubauen. Indem wir voneinander lernen, wollen wir die internationale Solidarität und unsere Kämpfe stärken und zusammendenken.

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*ARABIC*

استمراراً في أنشطة „المنتدى الأممي للطلبة“، يسرّ كل من „طلبة ضد التحريض اليميني“ و“صامدون- ألمانيا“ دعوتكم جميعاً لحضور فعاليتنا الإلكترونية الثانية تحت عنوان „التعليم العسكري في مصر“.

في هذه الندوة يسعى صديقنا والمتحدث في هذا اللقاء، السيد، للحديث عن أوجه الترابط بين الجيش المصري وجهاز الدولة مع نظام التعليم. خصوصاً في السياق الأوسع للعسكرة الدولية. مصر تعتبر واحدة من أكثر الدول التي تستورد الأسلحة من ألمانيا، وبالتالي فإنه من المهم جدا الخوض في تفاصيل هذه الظاهرة وتحليل انعكاساتها وآثارها في عصرنا الحالي.

التاريخ: السابع من كانون الثاني/ يناير ٢٠٢١
الوقت: السادسة مساءً بتوقيت برلين, السابعة مساءً بتوقيت القاهرة و القدس
للتسجيل يرجى الضغط على الرابط التالي:
https://bit.ly/2LR1yxS
ستعقد الندوة باللغة الإنجليزية مع توفر ترجمة للغة العربية، خلال النقاش يمكن طرح الأسئلة باللغة العربية.

عن المتحدث:
السيد، طالب دكتوراه في قسم علم الأنثروبولوجية الاجتماعية في جامعة مانشستر. حاصل على درجة الماجستير في علم الإنسان من جامعة أوروبا الوسطى. تدور اهتماماته البحثية حول سياسات المنفى والتهجير، انتزاع الملكية، وتشكيلات الدولة.

سيركز السيد في حديثه على „دورة التربية العسكرية“ في الجامعات المصرية، وهي مادة إلزامية لمدة أسبوعين موجهة فقط لطلبة الجامعات الذكور في مصر، يتعرف من خلالها الطالب على الجيش وثقافته وأنشطته و يقوم خلالها بإجراء التدريبات العسكرية الأساسية. من خلال هذا اللقاء، سيشارك السيد تجربته الشخصية في هذه الدورة عندما درس في جامعة القاهرة وسيناقش السياسة العسكرية المتبعة خصوصاً بعد عام 2011.

عن المنتدى الأممي للطلبة:
يهدف المنتدى إلى تعزيز صوت الطلبة في مواجهة الرأسمالية العالمية والاستعمار(الجديد) والإمبريالية والهياكل العنصرية التي تسعى لتفكيك قيم العمل الطلابي بشقيه النقابي والسياسي. على هذا الأساس يدعم المنتدى الخطاب الثوري المضاد الذي يعمل على تفكيك هذه الهيمنة ودعم الفكر المناهض لهذه البنية. يؤمن المنتدى الأممي للطلبة بأهمية تعزيز التضامن الدولي وتوحيد النضال من خلال مشاركة الخبرات وبناء شراكات على أسس المواجهة الاستراتيجية للتيارات الإمبريالية والأفكار الاستعمارية.

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*ENGLISH*

In the context of the “Internationalist Student Forum” Studis gegen rechte Hetze and Samidoun Deutschland are excited to invite you all to our next online event titled “Military Education in Egypt”.
Here we wish to learn from our comrade and speaker, ElSayed, about the interconnections of the Egyptian military with state apparatus and particularly the education system in the broader context of international militarization. Since Egypt is one of the biggest recipients of arms exports from Germany, it is all the more pressing to deal with this subject matter in our current times.

**When:
Date: 7th of January 2021
Time: 6pm (Berlin Time) (7pm Cairo and Jerusalem Time)
Please click on the following link to register: https://bit.ly/2LR1yxS
The event will be in English. Arabic Translation will be provided. In the Discussion questions can be asked in English, Arabic or German.

**About the Speaker:
ElSayed is currently a PhD candidate at the University of Manchester, Department of Social Anthropology. He holds an MA in Anthropology from Central European University. His research interests include politics of exile, displacement and dispossessions, and state configurations.
He will be focusing in his talk on the Military Education Course at Egyptian universities. The military education course (al-tarbya al-askarya) is a two-week mandatory subject for university male students in Egypt, in which students learn about the military and its culture and activities and perform basic military exercises. In this talk, ElSayed will present his experience during the course at university in Cairo. By doing so, he explores the workings of the post-2011 militarized politics from below.

**About the Internationalist Student Forum:
The Internationalist Student Forum wishes to center student voices that question global capitalism, (neo)colonialism, imperialism and hegemonic racist structures globally in order to offer a counter-narrative of student voices from below. By learning from each other we wish to strengthen international solidarity and unite our struggles.

 

Sonntag, 27. December
14 Uhr am
Willy-Brandt-Platz
Hauptbahnhof Magdeburg
Magdeburg, Deutschland
Facebook: https://www.facebook.com/events/1211334129263811/
Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen

Nein zu Trumps „Jahrhundertdeal“! Nein zu Annektion und Vertreibung! Freiheit für Palästina!

Anfang des Jahres stellte US-Präsident Trump seinen neuen sogenannten Friedensplan Nahost vor. Der von Trump großmundig genannte “Jahrhundertdeal” ist ein einseitiges Diktat, welches ausschließlich die Wünsche des Apartheidstaates Israel berücksichtigt, während es die Rechte der PalästinenserInnen den imperialistischen Interessen opfert. Er macht einen lebensfähigen palästinensischen Staat und damit eine „Zweistaatenlösung“ unmöglich. Vorgesehen ist, in dem von US-amerikansichen und israelischen Politikern, unter Ausschluss palästinensischer Stimmen zustande gekommene Plan, dass die für Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen wichtige Stadt Jerusalem ausschließlich die Hauptstadt Israels wird. Die USA haben ihre Botschaft entsprechend schon dort hin verlegt. Die PalästinenserInnen sollen sich mit Teilen Ostjerusalems, einem Vorort zufrieden geben. Die illegalen Siedlungen sollen legalisiert, sowie weite Teile des Westjordanlands annektiert und zu israelischem Staatsgebiet erklärt werden. Natürlich ohne den dort lebenden PalästinenserInnen die israelische Staatsbürgerschaft mit entsprechenden Rechten zu zugestehen, was weitere Vertreibungen zur Folge haben wird. Vor allem geht es dabei um fruchtbares Land am Fluss Jordan. Zusätzlich, zu dem ohnehin völkerrechtlich illegalen Landraub, soll auch die ebenfalls illegale Besetzung der Golanhöhen legitimiert und dem Staat Israel auch offiziell zugeschlagen werden. Die palästinensischen Flüchtlinge sollen nicht in ihre Heimat zurückkehren können, sie sollen auch keine Entschädigung erhalten und sich nur mit Zustimmung Israels auf palästinensischem Boden niederlassen können.

Ein weiterer Punkt des Planes betrifft die Entwaffnung der palästinensischen Organisationen.

Während Israel weiterhin eine der stärksten Armeen der Welt unterhält und die einzige Atomwaffenmacht in der Region ist, sollen die PalästinenserInnen „entmilitarisiert“ werden. Dieser „Jahrhundertdeal“ soll Palästina auch weiterhin und verstärkt auf Gedeih und Verderb Israel ausliefern. Als Gegenleistung für diese weitere Demütigung und völlige Entrechtung der palästinensischen Bevölkerung, sollen 50 Milliarden Dollar von der internationalen Gemeinschaft nach Palästina fließen. KeinE PalästinenserIn kann solche Bedingungen akzeptieren und entsprechend lehnen alle palästinensischen Organisation den Plan ab. Sollte Israel wie beabsichtigt den Plan dennoch eigenmächtig umsetzen und das Westjordanland annektieren, wird die palästinensische Bevölkerung noch massiver für ihre Würde und Freiheit kämpfen und der Widerstand eine neue Qualität erreichen.

Über 70 Jahre Kolonialismus, Vertreibung, Unterdrückung und Widerstand

Das im 19. Jahrhundert entwickelte zionistische Projekt, also ein explizit jüdischer Nationalismus und die dann folgende konkrete Besiedlung arabischen Landes, welche später immer mehr kolonialistische Züge bekam, war lange Zeit eine Minderheitspostionen in der jüdischen Bevölkerung. Dies änderte sich durch die Zunahme antisemitischer Pogrome in Osteuropa Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Faschismus in Europa und der industriellen Vernichtung von sechs Millionen Juden durch Nazideutschland, dem Holocaust, entwickelte sich das entstehende Israel noch stärker zu einen Zufluchtsort und sicheren Hafen der jüdischen Bevölkerung. Die imperialistischen Staaten, insbesondere die USA, nutzten diese Entwicklung und unterstützen den Staat Israel, um diesen als Brückenkopf in der arabischen Welt für die eigenen imperialistischen Interessen zu nutzen.

So führte die Entstehung Israels zu massiver Vertreibung der dort lebenden PalästinenserInnen, welche wiederum keinerlei Verantwortung an Faschismus und Holocaust tragen und bis heute für die Verbrechen des deutschen Faschismus büßen. Für die PalästinenserInnen bedeutete die Entstehung Israels, eines explizit jüdischen Staates, al Nakba – die Katastrophe. Im Zuge des ersten arabisch-israelischen Krieges 1948 wurden tausende palästinensische Zivilisten getötet, die israelische Armee zerstörte 418 palästinensische Dörfer, 800.000-900.000 PalästinenserInnen wurden zur Flucht gezwungen. Israel erweiterte in diesem Zusammenhang sein Territorium erheblich. Die zur Flucht getriebenen Menschen leben bis heute unter menschenunwürdigen Bedingungen in Flüchtlingslagern, sowohl im Gazastreifen und der Westbank, als auch in den umliegenden arabischen Staaten. Weit mehr als die Hälfte aller PalästinenserInnen leben bis heute als Flüchtlinge. Der zweite arabisch-israelische Krieg 1967 verursachte eine zweite große Vertreibungswelle palästinensischer Menschen. Darüber hinaus wurden die Golanhöhen, der Gazastreifen und die Westbank militärisch durch Israel besetzt. Israel ignoriert seither sowohl die UN-Resolution 194, welche das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr in ihre Heimat fordert, als auch die Weltsicherheitsratresolution 242, die Israel auffordert, sich aus den 1967 besetzten Gebieten zurück zu ziehen. Israel begründet den Landraub vielmehr mit dem historischen bzw.

religiösen „Eretz Israel“ (Land Israel) und treibt die eigene permanente Ausdehnung, durch die Errichtung illegaler Siedlungen in den besetzten Gebieten voran. Für die PalästinenserInnen bedeutet dies allerdings ein Leben unter militärischer Besatzung. Checkpoints, Massenverhaftungen und Ausgangssperren gehören zum Alltag. Die PalästinenserInnen können sich nicht frei bewegen, der Gazastreifen ist dauerhaft abgeriegelt und ähnelt einem riesigen Freiluftgefängnis. Eine palästinensische Wirtschaft kann unter solchen Umständen nicht entstehen und entsprechend hoch ist die Arbeitslosigkeit in den besetzten Gebieten. Tausende PalästinenserInnen sitzen in israelischen Knästen, Hunderte davon in sogenannter Administrativhaft also ohne Anklage oder Urteil, auch Kinder und Jugendliche darunter. Immer wieder werden palästinensische Menschen auf Demonstrationen gegen das Besatzungsregime von israelischen Soldaten erschossen. Allein im letzten Jahr töteten israelische Sicherheitskräfte 133 Menschen, von denen 28 minderjährig waren. Häuser von PalästinenserInnen werden unter den verschiedensten Vorwänden zerstört, der Gazastreifen und das Westjordanland regelmäßig bombardiert.

Arabische Menschen in Israel sind Bürger zweiter Klasse und werden in jeder Hinsicht benachteiligt. PalästinenserInnen werden von Israel also ausschließlich als billige Arbeitskräfte akzeptiert. So ähnelt die Situation seit mittlerweile vielen Jahrzehnten dem rassistischen Apartheidregime im damaligen Südafrika. Doch so alt wie die Kolonialisierung Palästinas, durch einen imperialistischen Staat Israel, so alt ist der Widerstand der PalästinenserInnen und ihr streben nach Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist ein sehr vielfältiger Widerstand auf allen Ebenen, umfasst die gesamte palästinensische Bevölkerung und reicht von Kundgebungen, (militanten) Demonstrationen, Landbesetzung, Streiks, zivilem Ungehorsam bis hin zu bewaffneten Aktionen. Die Intifada, der Aufstand der PalästinenserInnen, der Kampf der Steine gegen Panzer, ist weltweit zum bekanntesten Ausdruck für den Befreiungskampf der palästinensischen Massen gegen Imperialismus und Besatzung geworden.

Unterstützen wir den Kampf der PalästinenserInnen um Befreiung

Die Auseinandersetzungen zwischen dem israelischen Staat und den PalästinenserInnen ist eben kein Konflikt zwischen der jüdischen und der islamischen Religion, wie uns so manche bürgerlichen Medien in Deutschland weismachen wollen. Es ist der Kampf zwischen einem imperialistischen Staat und den kolonialisierten palästinensischen Massen. Unsere Solidarität gilt den Ausgebeuteten und Unterdrückten und entsprechend kann unsere Forderung deshalb auch nur heißen: ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen in der Region. Diese Haltung entspricht auch den Forderungen der linken und revolutionären Kräfte in Israel und Palästina, die wir nur unterstützen können:

• Ende der Besatzung und Räumung aller israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet!

• Rückkehrrecht der Millionen palästinensischen Flüchtlinge!

• Ein selbstbestimmter palästinensischer Staat in den Grenzen vor 1967, also den Gazastreifen, das Westjordanland und die Golanhöhen umfassend und mit Jerusalem als Hauptstadt, als Übergang zur Errichtung eines demokratischen, säkularen Staates für alle Menschen der Region, unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht und Herkunft!

Unterstützen wir den Kampf der PalästinenserInnen gegen ihre rassistische und imperialistische Unterdrückung. Lasst uns den proletarischen Internationalismus, die internationale Solidarität konkret leben! Boykottieren wir israelische Produkte bis zum Ende der Besatzung. Sorgen wir dafür, dass die BRD nicht weiter Rüstungsgüter an einen Apartheidstaat liefert. Ziehen wir die imperialistischen Staaten für ihre Mitverantwortung an der kolonialistischen Unterdrückung und Ausbeutung der palästinensischen Bevölkerung zur Rechenschaft! Erkämpfen wir gemeinsam die Freilassung von Georges Ibrahin Abdallah, Ahmad Sa’adat und allen anderen revolutionären Gefangenen in den Kerkern des Imperialismus! Geht mit uns gemeinsam auf die Straße für ein freies und selbstbestimmtes Palästina und kommt zur

Demonstration am 27.12.20 um 14:00 Uhr zum Hauptbahnhof in Magdeburg!

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen

Übersetzung von Aimen Remida / Samidoun Deutschland

Al-Mayadeen Interview mit Charlotte Kates am 13.12.2020

– Wir hatten vor kurzem den internationalen Tag für die Solidarität mit dem Palästinensischen Volkes [29.11.] während dieser außergewöhnlichen Zeiten dieses Jahr. Wie haben Sie an dem Tag in Samidoun Ihre Unterstützung für und Solidarität mit Palästina zum Ausdruck gebracht und welche Aktivitäten haben Sie organisiert?

– Der internationale Tag für die Solidarität mit dem Palästinensischen Volkes wurde von den Vereinigten Nationen ins Leben gerufen aber er ist auch ein Bestandteil des schändlichen Gedächtnisses (und Geschichte) der internationalen Gemeinschaft, denn dieser Tag gedenkt des Teilungsplans Palästinas [29.11.1947], was als die fundamentale Ungerechtigkeit gegenüber dem Palästinensischen Volk gilt. Jedes Jahr inspiriert dieser Tag die Palästinenser und ihre Unterstützer in der ganzen Welt, um Aktionen, Mobilisierung, Demonstrationen, Proteste zu organisieren, insbesondere in diesem kritischen Moment, wo die Palästinensische Frage mit dem Gefahr der Liquidierung konfrontiert wird. Samidoun war dabei Teil einer koordinierten globalen Kampagne für die Rückkehr namens All for Palestine, welche mit Online-Bemühungen – im Hinblick auf die Corona-Pandemie – versucht hat, soviel Menschen wie möglich zu ermutigen, ihre Unterstützung für Palästina zu manifestieren. Dazu wurden Demonstrationen in Kanada, USA, Frankreich, Spanien und vielen anderen Orten organisiert, wobei die Leute auf die Straßen gingen und einzigartige Mitteln gefunden haben, um zusammen zu sein, an der Seite des Palästinensischen Volkes zu stehen und für die Befreiung der Palästinensischen politischen Gefangenen zu kämpfen.

– Wir wissen alle, dass Samidoun – das Netzwerk für die Solidarität mit den Palästinensischen Gefangenen – ein Netzwerk für die Realisierung der Rechte der Palästinensischen politischen Gefangenen und für die Bildung der Bewegung ist, die sie befreien wird. Das ist ein komplexes Dossier, vor allem im Hinblick auf die lächerlicherweise immer wieder steigende Anzahl der Inhaftierten durch die sogenannte „Administrativhaft“ in den zionistischen Gefängnissen. Wie würden Sie ihre Arbeit zur Befreiung der Gefangenen hervorheben, vor allem wenn man bedenkt, dass es darunter Frauen, Studenten usw. gibt?

– Obwohl wir eine globalen Pandemie erleben, welche dazu führt, dass die Gefangenen als die erste Risikogruppe zu betrachten sind und dass sie – anderes als im Fall der Seniorenpflege in Altenheimen – gar keine Hilfe bekommen. Was wir beobachten ist, dass die Zionisten sich um die Gefangenen überhaupt nicht kümmern und dass sie – im Gegenteil – die Verhaftungen und Foltermethoden intensivieren und Missbrauch und Unterdrückung gegen die Palästinenser und die gesamte Befreiungsbewegung weitertreiben. Medizinische Fahrlässigkeit ist ja eine routinemäßige Praxis in den zionistischen Gefängnissen. Wir haben zusammen mit verschiedenen Organisationen viele Kampagnen koordiniert, um ein paar spezifische Fälle hervorzuheben. Dies betrifft Palästinensische Gemeinschaftsführer, Organisatoren und Freiheitskämpfer, die wegen ihre militanten Positionen verhaftet wurden. Ein Beispiel davon ist Khitam Saafin, die Präsidentin der Union der Komitees der Palästinensischen Frauen, die in ihrer Wohnung festgenommen wurde und mit der „Administrativhaft“ ohne Anklage und ohne Gerichtsverhandlung ins Gefängnis musste, mit dem sogenannten „geheimen Beweis“ als Begründung: eine Ausrede, welche die unbefristete Verlängerung der Inhaftierung ermöglicht. Die Palästinenser verbringen lange Jahre in der sogenannten „Administrativhaft“, und da Khitam Saafin eine international bekannte Feministin und Führerin der Frauenbewegung ist, haben sich sehr viele Menschen, Gruppen, politische Parteien der immer noch wachsenden
globalen Kampagne zu ihrer Befreiung angeschlossen. Millionen von Menschen haben auf die Twitter-Kampagne zur Befreiung von Khitam Saafin reagiert und daran teilgenommen. Darüber hinaus ist die Palästinensische Studentenbewegung mit einer starken Repression konfrontiert und der Progressistische Demokratische Studentenpol an der Universität Birzeit wurde „offiziell“ vom zionistischen Kolonialismus als verbotene „terroristische“ Organisation eingestuft.

– Heute gibt es im Westen eine aggressive Welle der zunehmenden Repression gegen den Palästinensischen Aktivismus, insbesondere im Rahmen der Hegemonie der rechtsextremistischen Doktrinen in den europäischen Nationen. Ich denke, dass Sie zusammen mit Ihrem Ehemann Khaled Barakat in Berlin lebten, bis ein politischer Bann gegen ihn proklamiert wurde und die deutschen Behörden die Verlängerung Eurer Aufenthaltstitel abgelehnt haben. Welche sind die Hindernisse gegenüber der Entwicklung der Bewegung? Wie drakonisch sind die heutigen Herausforderungen? Und glauben Sie, dass all dies den Kampf für die Rechte des Palästinensischen Volkes in unterschiedlichen Formen beeinträchtigen könnte?

– Was wir in den letzten Jahren gesehen haben ist auch eine zunehmende Unterstützung und Anerkennung für den Kampf des Palästinensischen Volkes. Immer mehr Menschen in der Welt wollen die zionistische Entität boykottieren, immer mehr Menschen befürworten das Boykott, das Desinvestieren und das Sanktionieren, und zwar auf allen wirtschaftlichen, kulturellen, politischen, diplomatischen und militärischen Ebenen. Was wir gesehen haben ist, dass der zionistische „Staat“ und seine imperialistischen Verbündete und Unterstützer in den USA, Kanada, EU, UK und woanders, sind sehr besorgt wegen der Tatsache, dass immer mehr Arbeiter- und Studentengewerkschaften, Kirchen, populäre Organisationen sich involvieren in der Unterstützung des Palästinensischen Volkes. Es ist wahr, dass wir Anti-BDS-Regelungen in den USA und den politische Bann gegen Khaled Barakat und die Verweigerung der Verlängerung seines Aufenthalts in Deutschland gesehen haben, sowie mehrere andere Angriffe. Es gibt auch die Antisemitismus-Definition, die versucht, den Aktivismus für Palästina zu stigmatisieren, aber in Wirklichkeit gibt es eine enge Allianz zwischen den zionistischen „Staat“ und der zionistischen Bewegung und der rechtsextremistischen und faschistischen Bewegungen in Europa, den USA und rund um die Welt. Alle diese Kräfte bedrohen jeden, der für Fortschritt, Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit steht, und in erster Linie das Palästinensische Volk und die Bewegung der Solidarität mit Palästina. Dennoch wissen wir, dass, die Palästinenser niemals umgeleitet wurden – trotz dieser Angriffe und Einschüchterungsversuche – und zwar seit 72 Jahren Besatzung, Enteignung, Siedlungskolonialismus, Apartheid, rassistischer Diskriminierung… Die Solidaritätsbewegung wird auch nicht umgeleitet durch solche Repressionen; und – tatsächlich – wächst die Unterstützung für das Palästinensische Volk kontinuierlich und keine Repression oder Verfolgung kann die Bewegung oder den Marsch des Palästinensischen Volkes für Freiheit, Rückkehr und Befreiung stoppen.

– Wie zentral ist heute Palästina in der Bewegung gegen Imperialismus in Europa, den USA und Kanada? Und spielen die Palästinenser eine integrale Rolle in dieser Bewegung?

– Ja, Palästinensische Aktivisten und Organisatoren in ihren Campus, Gemeinschaften und Städten organisieren Demonstrationen, mobilisieren für Gerechtigkeit und arbeiten zusammen mit Grassroots-Bewegungen verschiedener Hintergründe und Nationalitäten, um eine kollektive Bewegung gegen Imperialismus aufzubauen. Palästina ist an der Frontlinie des globalen Kampfes gegen Imperialismus, Zionismus, Rassismus und Kolonialismus, sowie gegen Repression und Ausbeutung in allen ihren Formen. Die Palästinensischen Gefangenen in den zionistischen Gefängnissen repräsentieren genau das: sie sind täglich an der Frontlinie. Und in Europa, den USA und Kanada, es sind Palästinensische Gemeinschaften zusammen mit der Black Liberation Bewegung und weiteren Bewegungen für Gerechtigkeit, die sich an der Frontlinie befinden und dem Rassismus und dem Faschismus und allen Unterdrückungsformen gegenübertreten. Wir sehen ein starkes Mobilisieren und wir beobachten wie neu entstehende Bewegungen, wie der Alternative Weg (bzw. Pfad) für Palästina oder die Palästinensische Jungendbewegung zusammenarbeiten, um die Palästinensischen Gemeinschaften im Exil zu vereinigen, ihre Rechte zu fordern und den Kampf für die Befreiung zu konsolidieren.

– Die Konsolidierung aller Bemühungen gegen die imperialistischen und zionistischen Versuche, die Palästinensische Frage im Rahmen des sogenannten „Deal des Jahrhunderts“ zu liquidieren, wird heute mehr als je zuvor benötigt, vor allem im Hinblick auf die schnell gemachten Schritte von manchen arabischen Regimen, um die Beziehungen zur zionistischen Entität zu normalisieren. Was denken Sie darüber?

– Ja, Einheit ist ein kritisch wichtiger Faktor im Kampf gegen Normalisierung und gegen die militärische imperialistische und zionistische Tötungsmachine. Die Beziehungen zwischen den reaktionären arabischen Regime einerseits und Imperialismus und Zionismus andererseits existieren leider seit langem. Aber wir wissen, dass sie auf keinen Fall die arabischen Völker repräsentieren, die immer noch standhaft bei der zentralen Position geblieben sind, dass der Palästinensische Kampf ein Teil des gesamten arabischen Befreiungskampfes ist. All das spricht nur für die Notwendigkeit unserer Pflicht – wir die bei den imperialistischen Mächten leben – die Organisationsarbeit eskalieren zu lassen, den Kampf weiter fortzusetzen, die zionistische Entität zu boykottieren, der Normalisierung bekämpfend gegenüberzutreten mit jedem Schritt in Richtung Boykott, Desinvestieren und Sanktionieren in allen kulturellen, akademischen, sozialen, politischen, ökonomischen und militärischen Bereichen, sowie die internationale Isolation des zionistischen Regimes aufzubauen, als eine illegitime Entität, welche Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit begangen hat.

– Einige kritische Stimmen sagen, dass das Wort Solidarität zutiefst demontiert und aufgelöst wurde und dass es seine richtige Bedeutung verloren hat, namentlich diejenige, die den bewaffneten Kampf und die Konfrontation beinhaltet und nicht nur eine Art einfache Sympathie mit den Menschen. Diese Solidarität ist zu einer Art Delegationen von Fremden geworden, welche sich an einem bestimmten Tag jedes Jahr versammeln, sie gehen in ihre in Luxushotels gebuchten Zimmer, nachdem der Event zu Ende kommt. Es ist ein Ritual geworden, was kein Problem und nicht mal ein Kopfschmerzen für die Unterdrücker oder ihre imperialistischen Unterstützer verursacht. Wurde auch der internationale Tag der Solidarität mit dem Palästinensischen Volk durch die UNO et al. zu einem Karneval mit bloßen Slogans transformiert?

– Ich denke, dass wir hier mit unterschiedlichen Formen der Solidarität zu tun haben sowie mit der Frage nach denjenigen, die sie zum Ausdruck bringen. Es gibt gigantische Aktionen, z.B. was im Vereinigten Königreich die Gruppe Palestine Action durchgeführt hat: sie geht und besetzt Fabriken der Rüstungsindustrie, sprüht sie mit Farben und stoppt die Produktion und das ist eine sehr direkte herausfordernde Aktion gegen die zionistische aggressive Militarisierung. Und was man sieht bei der UNO, bei den NGOs und Regierungen ist natürlich nichts anders als der Versuch, das hässliche Gesicht des Kolonialismus schöner zu machen, durch das Gerede über die zwei-Staaten-Lösung, um wirklich den laufenden Kampf des Palästinensischen Volkes zu minimalisieren. Hier können wir sehen, dass wir mit den Palästinensischen Gefangenen und ihren Kampf für Freiheit auch deswegen stehen, weil diese Solidarität genau die Unterstützung des Palästinensischen Widerstandes bedeutet und wir machen gar keine Kompromisse in Bezug auf dieses Recht des Palästinensischen Volkes, das in der internationalen Gesetzgebung verankert ist. Die Palästinenser haben das Recht gegen die Besatzung Widerstand zu leisten, und zwar mit allen Mitteln und wenn wir das Prinzip der Anwendung des bewaffneten Kampfes als Widerstandsmittel nicht befürworten, dann können wir nicht sagen, dass wir mit Palästina solidarisch sind. Diejenigen, die sich im bewaffneten Kampf engagiert haben brauchen am meisten unsere Solidarität, denn sie stellen die echte Führung des Palästinensischen Volkes dar und gelten aus diesen Gründen als die Zielscheiben der zionistischen Aggressionen.

– Können Sie mehr berichten über die Horrorsituation der Palästinensischen Gefangenen, insbesondere die aktuellen Inhaftierungsumstände in diesen kritischen Zeiten des unsichtbaren Monsters Covid-19? Und warum ist es unglaublich wichtig, die sofortige Freilassung aller Palästinensischen Gefangenen zu fordern, vor allem die Senioren, die Kinder, die kranken Männer und Frauen und diejenigen, die unter der „Administrativhaft“ leiden, ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren?

– Die Palästinensischen Gefangenen erleben eine extrem gefährliche Situation in den zionistischen Gefängnissen. Was wir sehen, ist die Verweigerung – im Namen von Schutzmaßnahmen gegen Covid-19

– des Besuchs von Anwälten und Familienmitgliedern, sowie eine verstärkte Isolierung. Was wir nicht sehen, ist dagegen der Schutz gegen die zionistischen Wächter und die Unterdrückungseinheiten, die die Zellen stürmen, verwüsten und die Sachen der Gefangenen zerstören. Dadurch steigt das Infektionsrisiko und das ist besonders besorgniserregend. Denn die Gefangenen leiden schon immer unter der medizinischen Fahrlässigkeit und der Folter und aus diesem Grund haben 220 Palästinensische Gefangene ihre Leben in den zionistischen Gefängnissen verloren. Es gibt 700 kranke Gefangene, 200 davon leiden unter chronische Krankheiten. Es gibt auch kranke Kinder, wie beim Fall von einem 16-jährigen kranken Kind, das im Rahmen der „Administrativhaft“ verhaftet wurde und obwohl er Behandlungen alle vier Stunden braucht und trotz der Entscheidung eines Gerichts für seine Freilassung – was in der Regel nie geschieht – muss es hinter Gittern bleiben. Das ist ein Beispiel der systematischen Ungerechtigkeit gegen die Palästinenser und des enormen Risikos, das ihre Leben bedroht.

– Konfrontiert mit dem unmittelbar bevorstehenden Tod, hat Maher Al-Akhras abgelehnt zu essen für 103 Tage, aus Protest gegen die wiederholte Inhaftierung und die „Administrativhaft“, ohne Anklage und ohne Gerichtsverfahren. Mit der Betonung der Grausamkeit dieser Art der Inhaftierung hat er mehr als 350 Palästinensischen Gefangenen eine Stimme gegeben – darunter zwei Minderjährigen – welche sich im Moment im Rahmen der „Administrativhaft“ in den zionistischen Gefängnissen befinden. Maher Al-Akhras hat sein eigenes Leben zu einer Waffe gemacht, wobei die Zerstörung des eigenen Lebens zu einer Form des politischen Widerstandes wird. Können Sie uns erklären, wie die tiefe Verpflichtung zur sozialen Gerechtigkeit fast alle Gefangenen motiviert hat?

– Absolut. Der Hungerstreik ist eine internationale Waffe der Gefangenen, die sonst keine mehr besitzen und oft nicht mal die physische Kraft anwenden können. Sie kompensieren das durch ihre Solidarität, ihre Verpflichtung zur Befreiung, ihren Willen zur Opferung des eigenen Lebens. Wir haben das in Irland und in der Türkei gesehen und natürlich während langer Jahrzehnten in Palästina. Maher Al-Akhras ist ein gutes Beispiel für diese Form des Widerstandes, er ist repräsentativ für diejenigen, die bereit sind, auf alles zu verzichten, um ihre Träume zu verwirklichen und ihre Ziele der Freiheit zu erreichen. Das ist der Grund, warum die ganze Welt die Freiheit von Maher Al-Akhras gefeiert hat, als er am 26 November zum ersten Mal wieder was gegessen hat. Denn diese war die Freiheit gegen die Folterung, die Freiheit gegen die „Administrativhaft“ und die Isolation. Sein Kampf, sein Opfern und seine Standhaftigkeit sind genau was wir von 4500 Palästinensischen Gefangenen wollen, nicht nur für ihre einzelne Befreiung, sondern für die Befreiung ihres Volkes.

– Nun was ist mit dem Kämpfer Georges Ibrahim Abdallah, der libanesische Gefangene, der seit mehr als 36 Jahren in einem französischen Gefängnis sitzt, trotz der langen Jahren und der Tausenden von Marschen und Solidaritätsbemühungen, die für seine Freilassung organisiert wurden? Er ist auch ein Führer hinter Gittern und er gilt als Teil der Palästinensischen Gefangenenbewegung und Samidoun hatte im Oktober 2017 in einem Aufruf die Internationalisierung seines Falls verlangt. Warum ausgerechnet Georges Abdallah? Und waren diese Bemühungen erfolgreich?

– Die Inhaftierung von Georges Abdallah dauert seit mehr als 36 Jahren immer noch an. In vielen Hinsichten ist er eine echte Repräsentation der Palästinensischen Gefangenenbewegung und des arabischen Befreiungskampfes, und wir wissen sicherlich alle, was für Verbrechen der französische Kolonialismus gegen die arabischen Völker begangen hat. Der Kampf von Georges Ibrahim Abdallah war ein Teil des libanesischen, Palästinensischen und des internationalistischen Widerstandes gegen Zionismus und Imperialismus. Deswegen zeigt die Intervention der USA, die wir gesehen haben, dass auch die französischen Gerichte nicht frei sind, um Georges Abdallah freizulassen. Nur der Kampf kann das verwirklichen und dieser Kampf wächst kontinuierlich, trotz der Bedrohung der Pandemie und Covis-19 haben wir dieses Jahr vor dem Gefängnis von Lannemezan die größte Demonstration seit 10 Jahren gesehen. Er nimmt aus seiner Zelle weiter am Kampf teil, auch am Hungersstreik der Palästinensischen Gefangenen, er schreibt, liest und organisiert weiter und das Palästinensische und libanesische Volk verdient seine Freilassung und seine Rückkehr zu seinem Zuhause.

– Hoffentlich, hoffentlich, inchaallah. Vielen Dank Charlotte, die internationale Koordinatorin von Samidoun – Netzwerk für die Solidarität mit den Palästinensischen Gefangenen, für Ihre intuitiven Einblicke und alle Ihre kräftigen Solidaritätsbemühungen. All for Palestine! Es lebe das Palästinensische Volk.

– Vielen Dank. Free Palestine From the River to the Sea.

Aufruf von Samidoun Deutschland

An unser Palästinensisches Volk und alle Unterstützer der Palästinensischen Frage und des Palästinensischen Widerstandes in den deutschen Städten und Bundesländern:

Das Netzwerk für die Solidarität mit den Palästinensischen Gefangenen – Samidoun Deutschland – ruft Euch zur Teilnahme an seinen Programmen und Aktivitäten auf, um für die Rechte der Palästinensischen

Gefangenen zu kämpfen und die militante Gefangenenbewegung zu unterstützen, die in den Gefängnissen des zionistischen Kolonialismus unter den schlimmsten Formen der Unterdrückung und der Kollektivstrafen leidet. Wir rufen Euch dazu auf, Euch mit uns zu engagieren, freiwillige und aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer Bewegung zu werden, und die Rechte des Palästinensischen Volkes im Rahmen seines legitimen und gerechten Kampfes mit voller Kraft zu verteidigen, in Palästina, in Deutschland, und in jedem Ort.

Das Netzwerk Samidoun Deutschland betont seine prinzipielle Position, auf der Seite der unterdrückten Völker zu stehen, die für die Emanzipation, die Gleichheit, und die soziale Gerechtigkeit kämpfen. Wir unterstützen alle Gruppen und Gemeinschaften, die gegen den Rassismus und den Faschismus – innerhalb und außerhalb Deutschlands – kämpfen, und wir verlangen die Befreiung der politischen Gefangenen in allen Gefängnissen der autoritären und unterdrückenden Regime. In erster Linie fordern wir die Freilassung von unserem Genossen Georges Ibrahim Abdallah, der seit mehr als 36 Jahren immer noch hinter den Gittern des reaktionären Französischen Kerkersystems sitzt. Wir rufen dazu auf, seinen Kampf für die Freiheit zu unterstützen, damit er unversehrt nach seinem Heimatland, dem Libanon, zurückkehren kann. Wir verlangen auch die Befreiung aller AktivistInnen der Gewerkschafter-, Studenten- und Frauenbewegung, und wir fordern die sofortige Freilassung von Khitam Saafin, die Präsidentin der Union der Komitees der Palästinensischen Frauen.

Kontaktiert uns via unsere Internetseiten und erfahrt mehr über die Möglichkeiten der Kooperation, der Teilnahme an unserem Vorhaben sowie der Gründung von freiwilligen Arbeitsgruppen in Deutschland.

E-mail: samidoun@samidoun.net

FB: Samidoun Deutschland

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بيان صادر عن شبكة صامدون -ألمانيا

إلى شعبنا الفلسطيني وأنصار المقاومة والحقوق الفلسطينية في عموم المدن والمناطق الالمانية:

تدعوكم شبكة صامدون للدفاع عن الأسرى – المانيا – إلى المشاركة والانضمام معنا في برامج وأنشطة الشبكة دفاعاً عن حقوق الحركة الأسيرة الفلسطينية المناضلة في سجون الاستعمار الصهيوني التي تتعرض إلى ابشع أشكال القمع والعقوبات الجماعية، والتطوع معنا اسنادا ودعماً لحقوق شعبنا الفلسطيني ونضاله العادل والمشروع في فلسطين والمانيا وكل مكان.

ان شبكة صامدون في ألمانيا تؤكد على موقفها المبدئي مع نضال الشعوب المضطهدة التي تناضل من أجل التحرر والعدالة الاجتماعية والمساواة ، واسناد كافة التجمعات التي تواجه العنصرية والفاشية داخل وخارج ألمانيا، نطالب بحرية المعتقلين السياسيين في كل سجون انظمة القمع والاضطهاد وفي مقدمتهم حرية الأسير المناضل الرفيق جورج ابراهيم عبد الله المعتقل في السجون الفرنسية منذ أكثر من 36 سنة وندعو إلى إسناد نضاله من أجل الحرية والعودة سالما إلى وطنه لبنان. كما نطالب باطلاق سراح كل المناضلات والمناضلين من الحركات النقابية والطلابية والنسوية وبالافراج الفوري عن ختام سعافين رئيسة اتحاد لجان المرأة الفلسطينية.

تواصلوا معنا عبر موقعنا وصفحاتنا حول كيفية المشاركة في برامجنا وتأسيس مجموعات عمل تطوعية في المانيا.

البريد الالكتروني: samidoun@samidoun.net

صفحتنا على مواقع التواصل الاجتماعي: Samidoun Deutschland

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A call from the Samidoun Network – Germany

To the Palestinian people and all supporters of Palestinian rights and the resistance, in all cities and regions of Germany:

Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network – Deutschland invites you to participate and join with us in the programs and activities of our network defending the rights of the Palestinian prisoners’ movement, struggling inside the prisons of Zionist colonialism and exposed to the worst form of oppression and collective punishment, and to volunteer with us to support and uphold the rights of the Palestinian people and their just and legitimate cause in Palestine, Germany and everywhere.

The Samidoun Network in Germany confirms its principled position alongside the struggles of oppressed peoples everywhere fighting for liberation, social justice and equality, and in support of all groups fighting racism and fascism inside and outside Germany. We demand the freedom of political prisoners in all of the regimes of oppression and imperialism, foremost among which the liberation of the freedom fighter, comrade Georges Ibrahim Abdallah. He has been imprisoned in French prisons for more than 36 years, and we urge support of his struggle for freedom and his safe return to his homeland, Lebanon. We demand the release of all imprisoned activists of the trade union, student and women’s movements, including the immediate release of Khitam Saafin, president of the Union of Palestinian Women’s Committees.

Contact us through our website and our pages about how to participate in our programs and establish volunteer working groups in Germany.

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