Freiheit für Haitham Siyaj: stoppt die politische Inhaftierung von palästinensischen Aktivisten durch die PA!

Haitham Siyaj, palästinensischer Aktivist und Organisator, wird weiterhin von der Palästinensischen Autonomiebehörde inhaftiert. Seine Haft wurde am 7. Juli 2021 um weitere 24 Stunden verlängert. Selbst nachdem viele der politischen Gefangenen, die von den Sicherheitskräften der PA während der Proteste gegen das Attentat auf Nizar Banat festgenommen wurden – Teil der Sicherheitskoordination der PA mit der zionistischen Besatzung – freigelassen wurden, bleibt Haitham Siyaj hinter Gittern. Er wurde von Sicherheitskräften der PA so schwer geschlagen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste; er wurde dann aus dem Krankenhaus geholt und wird seitdem in Haft gehalten. Er befindet sich nun im dritten Tag seines Hunger- und Behandlungsstreiks, um seine sofortige Freilassung zu fordern.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Siyaj von der Palästinensischen Autonomiebehörde inhaftiert wurde. Er ist einer der Kameraden von Basil al-Araj, der später von der zionistischen Besatzung ermordet wurde, und wurde 2016 zusammen mit dem Freiheitskämpfer und revolutionären Intellektueller von der Palästinensischen Autonomiebehörde inhaftiert. Er und seine Genossen waren während dieser Zeit Folter und Misshandlungen ausgesetzt und wurden erst nach einem Hungerstreik freigelassen. PA-Präsident Mahmoud Abbas prahlte mit ihrer Verhaftung, als er über die Nützlichkeit der PA für die zionistische Besatzung als Mittel zur Unterdrückung des palästinensischen Widerstands sprach.

Siyaj wurde wiederholt von zionistischen Besatzungstruppen aufgegriffen und mehrfach inhaftiert. Fast immer ohne Anklage oder Prozess im Rahmen der Administrativhaft. Bei einer solchen Verhaftung war er über 2 Jahre lang inhaftiert, ohne dass jemals Anklage erhoben oder ein Prozess gegen ihn geführt wurde.

Jetzt wird Haitham, ein engagierter Organisator für die palästinensische Befreiung, erneut von der Palästinensischen Autonomiebehörde inhaftiert.

Die andauernde Inhaftierung von Haitham Siyaj und die Angriffe auf palästinensische Demonstranten sind eine bewusste Politik der Sicherheitskoordination mit der zionistischen Besatzung, wobei die PA so funktioniert, dass sie den Interessen des zionistischen Kolonialprojekts dient. Der Rahmen der „Sicherheitskoordination“ wird von den Vereinigten Staaten, Kanada und der Europäischen Union (die alle an der Ausbildung, Finanzierung und Überwachung der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde beteiligt sind) beaufsichtigt und umgesetzt. Der Zweck dieser Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde und des Projekts der „Sicherheitskoordination“ ist es, das palästinensische Volk und seine Befreiungsbewegung daran zu hindern, effektiv Widerstand zu leisten und das zionistische Besatzungsregime im gesamten besetzten Palästina zu stürzen.

Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network fordert die sofortige Freilassung von Haitham Siyaj und ein Ende der anhaltenden Angriffe auf palästinensische Aktvisiten.

Die PA und ihre Geldgeber müssen für ihren andauernden Verrat am palästinensischen Volk und ihre Kollaboration mit dem zionistischen Feind zur Rechenschaft gezogen werden. Wir stellen fest, dass dieses Verbrechen auch ein dringender Aufruf ist, die zionistische Besatzung in ganz Palästina und anderswo zu boykottieren, zu isolieren und Widerstand zu leisten. Das Oslo-Projekt wird von Zionismus, Imperialismus und reaktionären Regimen unterstützt – und es muss und wird auf dem Weg zur Befreiung Palästinas, vom Fluss bis zum Meer, fallen.

Werdet Aktiv:

  1. Ruft die Vertretung, Botschaft oder das Konsulat der Palästinensischen Autonomiebehörde in eurem Land an. Fordert von der PA die sofortige Freilassung von Haitham Siyaj. Die Nummer eures örtlichen Konsulats oder Ihrer Botschaft findet ihr hier: https://embassy.goabroad.com/embassies-of/palestine

Sagt ihnen:

    1. Der palästinensische Aktivist Haitham Siyaj wird von der Palästinensischen Autonomiebehörde als politischer Gefangener inhaftiert.
    2. Dies ist inakzeptabel, ebenso wie das Attentat von Nizar Banat.
    3. Sicherheitskoordination und politische Inhaftierung dienen nur den Interessen der zionistischen Besatzung und schaden dem palästinensischen Volk.
    4. Haitham Siyaj und alle anderen politischen Gefangenen müssen sofort freigelassen werden.
  1. Protestieret vor der Botschaft, der Vertretung oder dem Konsulat der Palästinensischen Autonomiebehörde in eurem Land – oder vor der zionistischen Botschaft. Fordert Gerechtigkeit und Rechenschaft für das Attentat von Nizar Banat und machet deutlich, dass die PA nicht den Befreiungskampf des palästinensischen Volkes repräsentiert! Findet die PA-Mission oder -Botschaft in eurem Land hier: https://embassy.goabroad.com/embassies-of/palestine – wir merken an – dies ist auch ein zionistisches Verbrechen, in erster Linie im Interesse der Besatzung. Protestiert bei den Botschaften und Konsulaten der zionistischen Besatzung: https://embassy.goabroad.com/embassies-of/israel
  2. Fordert von eurer Regierung, die Unterstützung der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde einzustellen und die zionistische Besatzung zu sanktionieren. Die Unterstützung und Ausbildung der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde dient nicht dazu, den Palästinensern Sicherheit zu geben, sondern die zionistische Besatzung zu unterstützen und den palästinensischen Widerstand zu unterdrücken. Legitime Hilfe muss die Rechte des palästinensischen Volkes unterstützen und darf diese nicht direkt untergraben. Von Kanada über Australien bis hin zur Europäischen Union unterstützen westliche Regierungen und imperialistische Mächte die zionistische Besatzung kontinuierlich diplomatisch, politisch und wirtschaftlich und verkaufen Waffen im Wert von Milliarden von Dollar an das Siedlerkolonialprojekt. Gleichzeitig kaufen sie auch Waffen im Wert von Milliarden von Dollar von der zionistischen Besatzung. Regierungen, die mit imperialistischen Mächten im Bunde stehen, wie auf den Philippinen, in Brasilien, Indien und anderswo, kaufen ebenfalls Waffen und „Sicherheits“-Dienste – alle „kampferprobt“ an der palästinensischen Bevölkerung. Ruft eure Repräsentanten, Abgeordneten, politischen Beamten an und fordert eure Regierung auf, die zionistische Besatzung jetzt zu sanktionieren, alle Hilfen abzuschneiden, seine Botschafter auszuweisen und den Kauf und Verkauf von Waffen zu stoppen – und aufhören, die Sicherheitskräfte der PA zu finanzieren und zu trainieren, um die Besatzung bei ihren Verbrechen zu unterstützen.
  3. Schließt euch palästinensischen Bewegungen und Organisationen an, die sich gegen Oslo wehren. Viele Palästinenser, innerhalb Palästinas und im Exil und in der Diaspora, arbeiten daran, Oslo zu Fall zu bringen und den Kompass des Kampfes wiederherzustellen – für Befreiung und Rückkehr, vom Fluss bis zum Meer, und die Aufrechterhaltung des Widerstandes als legitime Stimme des palästinensischen Volkes. Erfahren Sie mehr und beteiligt euch an der Konferenz Masar Badil (Alternativer Palästinensischer Pfad), die im Oktober 2021 in Madrid stattfinden wird.
  4. Boykottiert die zionistische Besatzung – Die internationale, arabische und palästinensische Kampagne zum Boykott der zionistischen Besatzung kann in dieser kritischen Zeit eine wichtige Rolle spielen. Lokale Boykottgruppen können protestieren und Produkte und Lebensmittel der zionistischen Besatzung kennzeichnen. Indem ihr euch am Boykott beteiligt, könnt ihr direkt helfen, der Wirtschaft des Siedlerkolonialismus einen Riegel vorzuschieben. Ladet unseren Boykott-Flyer herunter und verteilt ihn in Supermärkten, Geschäften und anderen Orten in eurer Gemeinde!